Finanzkrise: Engelen-Kefer hofft auf Obama

Wirtschaft

In der Weltwirtschaftskrise hofft die langjährige stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer auf den neuen US-Präsidenten Barack Obama. Aber auch er müsse erst beweisen, ob er die Kraft habe, den Worten Taten folgen zu lassen, sagte Engelen-Kefer am Freitag in München. Gier und die Verknüpfung von Finanzinteressen mit Politik, wie sie vor allem in den USA ausgeprägt seien, müssten bekämpft werden.

Engelen-Kefer ist am Freitag Gastrednerin beim Neujahrsempfang der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Bayern. Die Volkswirtin erinnerte daran, dass die Deutschen mit Ersparnissen von 900 Milliarden Euro den vergifteten Hypothekenmarkt in den USA mitfinanziert hätten. Zugleich räumte sie ein, dass es zum Rettungsschirm der Bundesregierung für die Banken keine Alternative gegeben habe. Allerdings hätten sich die damit verbundenen Erwartungen noch nicht erfüllt. So sei das Vertrauen unter den Banken nicht zurückgekehrt, was dem Mittelstand und kleineren Betrieben schade.

Gedanken macht sich die SPD-Politikerin auch um die Folgen der Rezession für den Arbeitsmarkt. Mit der KAB ist sie sich einig in der Forderung nach Mindestlöhnen. So müssten derzeit acht Prozent der Leiharbeitnehmer zusätzlich Hartz IV beantragen, da sie von ihrem Lohn allein nicht leben könnten. Alle gesetzlichen Anreize zur Umwandlung von normalen Arbeitsplätzen in geringfügige Beschäftigungen sollten aufgehoben werden. Auch die Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose seien abzuschaffen.

 
 

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